Da ich manchmal auch im Chat bin, hatte ich gestern ein nettes Gespräch, das auf der Seite auf der ich verkehre, sehr selten vorkommt. Dabei haben wir über konservative Lebenseinstellungen diskutiert, wo geht Konservativität an und wo hört sie auf.
Geht konservatives Leben erst dabei los, dass man selbstgestrickte Topflappen an der Wand hängen hat (ich würde das ja eher als Geschmacklosigkeit bezeichnen), oder ist die hochreligiöse Form die Erzkonservativität? Dann würde ich wieder als nichtkonservativ gelten, da ich der katholischen Glaubensgemeinschaft in Gedanken den Rücken gekehrt habe. Wobei ich sagen kann, warum soll ich denn in eine Gemeinschaft gehen, die eine andere Konservativität vertreten wie ich. Bin ich denn nicht konservativ weil ich mein Leben so lebe in der Form von "liebe deinen Nächsten wie dich selbst" und da keine Ausnahmen mache, ich akzeptiere auch z. B. Frauen, die aus triftigen Grund abtreiben und Pärchen, die gerne wieder heiraten würden obwohl sie das schon mal waren. Aus diesen Gründen bin ich also nicht konservativ.
Dann gibt es da aber noch die andere Seite in mir. Traditionen finde ich nicht altmodisch,(da kommt meine ehemalige Heimat Bayern zu vorschein), ich möchte heiraten, wenn möglich mal ein Kind haben, ein Hund, ein Häuschen, mich in die Gesellschaft integrieren, Karriere machen, keine offene Beziehung führen, eine treue Seele sein und vielleicht Wochenendausflüge an die Nordsee oder in den Harz oder in die Lüneburger Heide machen. In vielen Kreisen ist das fast schon eine Erzkonservativität doch ein normaler Bürger einer Kleinstadt in der christlichen Gemeinde würde das so nicht sehen.
Dann gibt es viele Menschen, die wiederum denken, diese Lebenseinstellung wäre spiessig. Ok, damit könnt ich leben, doch bin ich das??? Nein, Spiesser sind doch wiederum die Menschen die ihr Leben ins kleinste Detail seit Jahren vorgeplant haben, die ihr Gesicht vor Allem vor den Nachbarn wahren möchten, und immer behaupten, sie hätten keine Probleme. Sie kaufen ihre Einrichtungsgegenstände aber auch ihre Klamotten aus dem Katalog, dass ihre Äusserlichkeiten einen Hauch von Gleichheit mit anderen Menschen ihrer Gesellschaft aufweist. Das wiederum entspricht auch wieder nicht meinem Ideal
Langweiler kann ich aber auch nicht sein. Die wiederum gehen nach Hause lesen ein Buch, spielen Schach oder Mühle, spielen Rollenspiele, haben noch nie Farbe in ihrem Gesicht gehabt, graue Pullover als ihre Liebsten angesehen und wenn sie mal Gesellschaft haben, dann ist das einmal im Monat beim Rommé-spielen.Auch nicht meine Lebenseinstellung
Wir haben aber eine gute Endabrechnung gemacht: Da wir beide der Meinung waren, dass wir so leben, wie wir es richtig empfinden und beide mit beiden Beinen unsere Moral vertreten, sind wir gerne für die Gesellschaft wenn sie das wollen durchgeknallt, aber für uns sind wir konservativ. Was mich betrifft, denke ich soll doch jeder so leben wie er will, jeder soll sich so sehen wie er will. Hauptsache er kann sich selbst so akzeptieren wie er ist und fühlt sich in seiner Haut wohl, hauptsache man ist das was man sein möchte. Soll doch der Andere denken was er will.
Wenn man täglich mit dem Bus unterwegs ist, dann erlebt man schon so einige Geschichten, die teils zum schmunzeln teils aber auch traurig sind. Was in Niederbayern fast ausgeschlossen ist, dass man im Bus mit Personen ins Gespräch kommt, da ist das Mittelgebirgsvolk zu verschlossen. Hier kommt es schon vor, dass man mit Mitfahrern in einen Small-talk verfällt, manche trifft man dann sogar täglich. So ist das mit meinen neuen Leihkindern, die ich von Anfang an beim Pendeln zur Schule kennengelernt habe, sie sind etwa 7 und 10 und bringen mich des öfteren zum Lachen, zum Beispiel als er mir heute erzählte, dass er an der Backe eingeschläfert worden ist und 3 Stunden lang nix essen durfte. Da dachte ich zuerst an meinen armen Hund, der vor 5 Jahren wegen Krebs in den Hundehimmel verfrachtet worden ist, dann an meine Weisheitszähne, wo ich froh gewesen wäre, wenn ich am nächsten Tag schon was essen hätte können. Manchmal ist das aber schon traurig mitanzuhören, dass diese lieben Kinder erstens von verschiedenen Vätern sind, übrigens die anderen Geschwister von Ihnen die ich nicht kenne auch nochmal andere Väter haben und zweitens dass der Kleine total leidet, und die Kleine ne gewisse Eifersucht verspürt.
Die zweite Geschichte war gestern, als ich recht schickt mit schöner Stoffhose und Sakko mich in besagten Bus gesetzt habe. Vorneweg schon mal gesagt, ich bin ein sehr offener Mensch, der zwar sicher Vorurteile hegt, aber die ich auch gerne über Bord schmeisse. Da hatte ich dann auf einmal eine ganz entzückende Sitznachbarin, war froh, dass ich noch Luft bekam, da ich fast an dem Fenster klebte und sie mich halb einquetschte, die Gutste hatte eine Jogginghose an und nach dieser Fahrt merkte ich ihren Schweiss an meiner Hose, das fand ich dann schon etwas grotesk.
Dann gibt es noch meinen Kollegen in der Schule, den ich total gerne mag aber er lässt sich total gehen. Alles fällt ihm schwer und für ihn ist es schon sogar ein Problem zu Foto Porst zu gehen und Fotos für seine Bewerbungen zu schreiben,na solche Probleme sind für mich keine. Man sollte doch ein wenig nach vorne sehen, gut der Gutste ist fast doppelt so alt wie ich, aber man kann sich doch nicht aufgeben oder????
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Durch ein Buch,das ich gerade lese, bin ich darauf gekommen, meine momentane Situation in ein Internet-Tagebuch zu schreiben, ob das eine gute Idee ist weiss ich noch nicht genau, aber man sollte ja schließlich alles ausprobieren.
In diese Situation gekommen bin ich vor etwa einem Monat, seit dieser Zeit bin ich plötzlich, nach 6 jahren Single geworden,zwei tage später bin ich dann von niederbayern nach niedersachsen gezogen, und nu bin ich dort, um einiges glücklicher, zumindest was die Stadt angeht. Sie ist zwar auch keine Großstadt aber immerhin doppelt so groß wie die letzte. Naja der eine oder andere wird ja auch wissen, was der Unterschied zwischen Niederbayern und Niedersachsen ist, und daher hab ich ja eigentlich schon fast im Lotto gewonnen.
Mein Lebenserhaltungstrieb sagt mir schnell eine WG finden und Arbeit, naja Arbeit hab ich schon gefunden, arbeite am nächsten Jahr, zwar in einer anderen Stadt im Einzelhandel aber solange werde ich mal sehen ob ich in meiner neuen Stadt nicht doch was finde, als Pendler enden wollte ich eigentlich nicht aber lieber Pendler als Penner. WG zu finden ist gar nicht so leicht wie ich dachte, aber das wird schon, solange muss halt wohl oder übel eine Freundin mich ertragen, die Arme ist zwar eigentlich Einzelgängerin und wohl etwas stürmisch gewesen, als sie meinte sie würde mich aufnehmen. Aber so ist das Leben.
Montags, das sind immer die dummen Tage. Da hat man vom Samstag meistens noch einen kleinen Kater und vom Sonntag, da man wegen dem Kater ja nicht aus den Federn kommt gleich noch ne nette kleine Depression. Kurz vor dem Ende meiner täglichen Weiterbildung habe ich dann sicher meine Fassung wieder und kann dann wohl am Dienstag von der Früh an wieder durchstarten. Bis dahin muss ich wohl oder übel meine EDV-Kenntnisse in diesen Blog schreiben und warten bis es nachmittag wird. So ist das Leben